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Geeignete Kandidaten für ihr Unternehmen finden

11 praktische Tipps für die erfolgreiche Personalsuche für kleine und mittelständische Unternehmen

Der Trend ist bekannt: Durch den Fachkräftemangel hat sich der Arbeitsmarkt vom Arbeitgebermarkt in einen Arbeitnehmermarkt gewandelt. Nicht mehr viele Bewerber*innen konkurrieren um eine Stelle, sondern Unternehmen sind gezwungen, sich um Talente zu bemühen. Sie müssen vermehrte Anstrengungen unternehmen, Mitarbeitende zu finden und zu halten. Dazu muss ein Unternehmen als attraktive Arbeitgebermarke positioniert und wahrgenommen werden (Employer Branding). Nicht nur große Unternehmen müssen dauerhaft an Recruiting, Bewerbungsprozess und Employer Branding arbeiten, sondern auch KMU. Wichtig sind Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Respekt genauso wie eine moderne Onlinepräsenz.

11 praktische Tipps für die erfolgreiche Personalsuche für kleine und mittelständische Unternehmen

  1. Employer Branding: Präsentieren Sie Ihr Unternehmen als interessante Arbeitgebermarke!
    Das hat die besten Chancen, geeignete Kandidat*innen zu überzeugen. Der Auf- und Ausbau einer Arbeitgebermarke ist keine einmalige Maßnahme, sondern erfordert Kontinuität und eine Strategie. Ein Unternehmensblog auf der Website, in dem Inhaber, Führungskräfte, Mitarbeitende und Auszubildende berichten, ist eine gute Präsentationsfläche. Zusätzlich sind die sozialen Medien prädestiniert, um potenzielle Mitarbeitende auf das Unternehmen aufmerksam zu machen, Interesse zu wecken und Vertrauen aufzubauen. So sind sie mit dem Unternehmen schon verbunden, noch bevor sie überhaupt an einen Wechsel denken. Dann ist der Schritt zur Bewerbung nicht mehr so groß. Sie haben nicht viel zu berichten? Es gibt so viel Interessantes und Unterhaltsames über ein Unternehmen, die Branche, es gibt immer genug Content! Wichtig: Kommunizieren Sie ehrlich und authentisch. Glaubwürdigkeit sorgt für Vertrauen.
     
  2. Zeigen Sie online Gesicht! Jobsuchende recherchieren gründlich und auf jeden Fall online nach Informationen. Im Netz fällt schon die erste Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung!
     
  3. Investieren Sie in Ihren Webauftritt! Eine moderne, frische und benutzerfreundliche Website ist Voraussetzung. Sorgen Sie für informative und gut getextete Inhalte. Marketingsprache und Eigenwerbung schaden mehr als sie nützen. Ohne Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind Ihre Webseiten nicht auffindbar, professionelles SEO sorgt für ein gutes Ranking – Ihr Unternehmen sollte zumindest auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheinen. Behalten Sie im Auge, was Suchmaschinen wie Google über Sie sagen – negative Pressebeiträge, unvorteilhafte Blogbeiträge oder ungünstige Social Media Posts schrecken potenzielle Bewerber*innen definitiv ab. Auf der Karriereseite sollten mindestens der Name der Kontaktperson und ihre vollständigen Kontaktdaten hinterlegt sein, gern auch ein Foto.
     
  4. Menschen vertrauen auf Bewertungen und Empfehlungen von Menschen. Ist Ihr Unternehmen auf Arbeitgeberbewertungsportalen (z. B. kununu) präsent? Hat es möglichst viele Sterne bei Google? Wie sehen die Bewertungen in den sozialen Medien (z. B. Facebook) aus? Lassen Sie Bewertungen nicht unkommentiert, beziehen Sie zu negativen Bewertungen Stellung und bedanken Sie sich für positive Bewertungen. Besonders wertvoll für potenzielle Bewerber*innen sind Empfehlungen Ihrer Mitarbeitenden, denn Sie werden als Bewertung aus erster Hand als besonders verlässlich wahrgenommen.
     
  5. Social Recruiting: Ein Matching von Kandidatinnen und Unternehmen findet heute besonders per Social Media statt. LinkedIn & XING sind ideale Recruiting-Plattformen. Auch hier müssen ihr Unternehmensprofil und Ihre Anzeigen informativ, ansprechend und aktuell sein! Übrigens können Sie hier auch gut selbst aktiv werden: Nutzen Sie vorhandene Filter- und Suchfunktionen, um interessante Kandidat*innen anzusprechen! Übrigens: Social-Media-Aktivitäten zahlen bestens auf Ihr Ranking der Suchmaschinen ein!
     
  6. Analoge Netzwerke: Bei so vielen digitalen sozialen Netzwerken sollten wir auch die persönlichen Netzwerke nicht vergessen. Auch hier finden sich oft geeignete Kandidaten. Kommt ein Unternehmen als potenzieller Arbeitgeber in Frage, muss auch im Bewerbungsprozess dafür gesorgt sein, dass Kandidaten respektvoll behandelt und nicht verärgert werden oder vorzeitig aussteigen. Wichtig ist eine klare Kante im Recruitingprozess und in der Kommunikation.
     
  7. Nutzen Sie in Stellenanzeigen einen gängigen Jobtitel. Bei der Online-Suche wird Ihre Anzeige sonst gar nicht erst gefunden. Im Anschluss muss die Jobbeschreibung aussagefähig sein und alle wichtigen Infos enthalten. Unternehmen formulieren eifrig ihre Einstellungsvoraussetzungen und Erwartungen an den Bewerber. Genau so präzise muss heute unbedingt gesagt werden, was der Bewerber von Ihrem Unternehmen erwarten kann! Ist Ihre Anzeige online, ändern Sie den Jobtitel oder die Rahmenbedingungen nicht mehr – damit verlieren Sie an Glaubwürdigkeit.
     
  8. Online-Bewerbungsprozess: Achten Sie auf eine gute Nutzerfreundlichkeit: ein einfacher, schneller Prozess erhöht die Motivation, sich zu bewerben! Die Navigation muss einfach und intuitiv sein. Ersparen Sie Kandidat*innen unendlich viele Eingabefelder.
     
  9. Laufende Information: Sorgen Sie für eine zeitnahe Eingangsbestätigung, falls diese nicht automatisiert sofort erfolgt. So wird Ihr Recruitingprozess positiv wahrgenommen. Halten Sie auch danach die Kandidat*innen über den Ablauf auf dem Laufenden. Geben Sie Zwischenbescheide, falls es länger dauert, ohne jedoch hinzuhalten.
     
  10. Dass jede Bewerbung eine Antwort verdient, versteht sich von selbst. Auch wenn es eine Absage ist. Denn Kandidat*innen haben viel Zeit und Energie für ihre Bewerbung aufgewendet. Riskieren Sie nicht, dass ein*e Bewerber*in verärgert ist, weil er oder sie keine Antwort erhält – denken Sie an künftige Besetzungen und auch an Ihre Bewertungen.
     
  11. Ein Bewerbungsgespräch verdient auf jeden Fall danach ein persönliches Feedback, auch im Fall einer Absage. Signalisieren Sie zukünftiges Interesse an diesen Kandidat*innen – ein*e abgelehnte*r Kandidat *in wird sich sonst nicht wieder bewerben!

 

Empfehlung für Arbeitgeber: Hohes Ross war gestern

Demografischer Wandel und daraus resultierender Fachkräftemangel haben klar gemacht: Die Zeiten, in denen Bewerber Schlange standen, sind längst vorbei!

  • Bewerber*innen kommen nicht von allein, sondern müssen durch geeignete Maßnahmen aktiv angeworben werden.
  • Ein wertschätzender Umgang, welcher die beruflichen Kompetenzen und das Interesse von Bewerber*innen am Unternehmen würdigt, ist unabdingbar!
  • Kandidat*innen müssen sich im gesamten Prozess wohl- und gut aufgehoben fühlen, um nicht vorzeitig abzuspringen.
  • Auch wenn Recruiting und Employer Branding noch so gut sind: Kümmern Sie sich genauso wohlwollend und wertschätzend um die bereits im Unternehmen tätigen Mitarbeitenden!
  • Das A & O: Vertrauen und Glaubwürdigkeit, Interesse und Respekt

 

Welche weiteren Tipps gibt es für einen optimalen Recruitingprozess oder ein gutes Employer Brandings?

oder

Was wünscht du dir als Bewerber*in noch von einem Unternehmen, bei dem du dich beworben hast?

 

Genug Anregungen? Viel Spaß beim Nachdenken (aber bitte nicht zu viel grübeln).

Deine Anke


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