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Digital Detox? Wie soll das denn gehen?

Wie Sie die Fastenzeit nutzen, um Ihr Business neu auszurichten 

Wir sind mitten drin: Helau und Alaaf sind passé, die ersten Wochen des Jahres 2020 sind verstrichen – Zeit für einen Zwischenstopp. Die Fastenzeit läuft noch bis zum 9. April. Sie können also noch locker einsteigen, wenn Sie das Bedürfnis haben. Mir persönlich wird schon beim Gedanken an die große Leere im Magen ganz flau. Aber ich detoxe trotzdem. Jaha! Digitales Fasten. Allerdings auf meine ganz eigene Art. Wie auch Sie die Fastenzeit nutzen können, um Ihr Business neu auszurichten erfahren Sie jetzt. 

Sie machen sich keine Vorstellung wie mein Frühstück heute Morgen aussah. Das war eine wahre Pracht: frisches Rührei, krosse Brötchen, köstliche Marmelade, eine schöne Tasse Tee und ein gutes Buch in der Hand  – himmlisch. Einmal in der Woche gönne ich mir diese Zeit. Manchmal prasseln die Ereignisse aber so auf mich ein, dass ich froh bin, morgens in meine Jeans, statt in die meines Mannes, zu steigen (und es erst eine halbe Stunde später zu merken). An ein entspanntes Frühstück mit einem Grinsen auf den Lippen ist in diesen Situationen nicht zu denken. Da dachten wir eben noch alles unter Kontrolle zu haben, und schwupps überfällt uns der Stress und dreht mal eben unseren fein säuberlich geplanten Alltag auf links. Die Fastenzeit am Anfang des Jahres nutze ich deshalb, um mir bewusst Zeit zu nehmen, Situationen, Gespräche, Abläufe und Termine zu reflektieren. Und für digital Detox. Allerdings laufe ich dafür nicht mit einem Rucksack durch die Anden, sondern versuche auch hier einen bewussteren Umgang mit meinem Smartphone, Tablet und Social Media Plattformen zu finden. 

Digital Detox: Gut gedacht, bringt aber nichts!

Eine Unternehmerin, die in meine Beratung kam, sagte beim ersten Aufeinandertreffen zu mir, während der Begrüßung und während sie zeitgleich ihr Handy in die Tasche steckte: „Ich habe gerade erfahren, dass man WhatsApp-Gruppen-Klingeltöne ausstellen kann. Mit einem Häkchen ist Ruhe – für mich schon jetzt DIE Information des Jahres!“ Kennen wir doch (fast) alle, oder? Die Sportgruppe, die Familiengruppe, die abgespeckte Familiengruppe, Firmengruppen, Urlaubsgruppen – es gibt für alles eine Gruppe! Auch bei Facebook. Digitale Kommunikation ist Fluch und Segen zugleich.

Als Unternehmer*in, Freelancer oder Selbstständige*r gehört es mittlerweile schlicht zur Arbeit dazu, sich digital sichtbar zu machen. Die Mittel, die uns zur Zeit für Eigenwerbung zur Verfügung stehen, sind grandios. Wer aber zu viel im Smartphone unterwegs ist, wird unkonzentrierter, macht mehr Fehler, ist irgendwie nie ganz da. Das kennen wir alle von Gesprächen mit Menschen, die ständig auf Ihr Handy schauen. Und es ist längst wissenschaftlich bestätigt, dass eine abendliche Smartphone- (Tablet, PC-)Nutzung zu schlechtem Schlaf führt. Der totale Irrsinn ist doch aber, zu glauben, ‘ich lass das jetzt mal für ein paar Wochen – das wird gut tun‘, um danach einfach wieder da weiterzumachen, wo man aufgehört hat. Wenn eine wirkliche Veränderung stattfinden soll (und nicht nur ein kurzfristiges Erholen), müssen andere Prozesse in Gang gesetzt werden. Das ist wie bei kurzfristigen Diäten – da bringen ja bekanntlich auch nichts. Außer Frust.  

So nutzen Sie die Fastenzeit, um Ihr Business neu auszurichten

Wenn Ihnen hin und wieder die Balance wegrutscht und Sie sich fragen, wie Sie dauerhaft mehr Ausgeglichenheit, mehr Freude, mehr Spaß, mehr Kunden, weniger Stress in Ihren Arbeitsalltag integrieren können, ist die Fastenzeit tatsächlich eine wunderbare Sache. Allerdings nur dann, wenn Sie nicht einige Woche alles auf Null stellen.

Viel besser ist es, wenn Sie die Fastenzeit als Ihren ganz persönlichen Start für neue Gewohnheiten nutzen!

Halten Sie in dieser Zeit inne, ziehen Sie Ihr persönliches Resümee der ersten Wochen des Jahres und halten Sie schriftlich fest, was läuft gut oder weniger gut. Sie können sich auch die Frage stellen: Was bekommt mir und mit welchen beruflichen Situationen habe ich Bauchschmerzen? Daraus können Sie neue Wege für sich ableiten und nach und nach in Ihren Alltag einführen. 

Wenn Sie nun das Gefühl haben, sich doch mal übers Fasten im Sinne von „Neustart in Sachen Ernährung“ zu befassen, empfehle ich Ihnen mit einem Augenzwinkern (und einem Brötchen auf dem Teller) den Volkshochschulkurs „Fasten für Berufstätige” oder die Beraterin Meike Radzeweit. Wenn Sie aber Hunger nach beruflicher Veränderung bekommen haben, unterstütze ich Sie gerne auf diesem Weg.   

Buchtipp: Fastenzeit ist die Zeit der Ruhe. Wie wäre es mal mit einer leichten Lektüre, die Sie spielerisch an das Thema Akquise heranführt? Mein neues Buch erscheint im März – Bestellungen nehme ich hier entgegen.

(Akquise macht Spaß! ISBN 978-3-00-065055-0) 

Machen Sie sich eine erholsame und bewusste Zeit!

Ihre Anke Tielker

Fotos:
Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay /
Ylanite Koppens auf Pixabay

 

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