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Corona und nun…?

Wie Sie Ihr Unternehmen durch die Krise bringen 

Viele von uns verfallen in der aktuellen Situation in eine Art Schockstarre. Das ist normal, denn mit dieser Pandemie konnte niemand rechnen bzw. hat sie sich in den kühnsten (Alp)Träumen nicht so furchtbar ausgemalt. Ich zeige Ihnen, wie Sie sich und Ihr Unternehmen in Bewegung halten.

In den Gesprächen mit meinen Kund*innen in der letzten Zeit hatte ich oft diesen Gedanken:

Wenn ich doch drei Wünsche frei hätte! Was wären die drei dringendsten Wünsche?

Als erstes wünsche ich Ihnen Gesundheit und achten Sie auf diese, denn gerade in dieser Zeit ist es das wertvollste Gut, denn "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts."

Als zweites wünsche ich Ihnen Kraft und Mut, jetzt Ihre Rechnungen zu stellen. Viele von uns schieben das Rechnungsschreiben auf. Dafür ist jetzt definitiv der falsche Zeitpunkt!!! Hier schadet Ihnen die Prokrastination (Aufschieberitis) wirklich und zwar Ihnen nachhaltig, denn vielleicht ist eine der Firmen bald von der Zahlungsunfähigkeit betroffen. Suchen Sie bei Zweifel das Gespräch. Stellen Sie auch nach Absprache Teilrechnungen aus und verweisen Sie auf die Situation. Dies kann am besten im persönlichen Gespräch oder auch schriftlich erfolgen.

Als drittes wünsche ich Ihnen Weitblick. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über Ihre Finanzen. Schauen Sie in Ihren Businessplan, BWA, Journal, oder wie immer Ihre bevorzugte Übersicht heißt.  Eruieren Sie, welche Einnahmen wann kommen und bei den Kosten unterscheiden Sie zwischen Fix- und Variablen-Kosten. Gibt es steuerrechtliche Fragen – sprechen Sie mit der Steuerberater*in. Sollte es finanziell eng werden: sprechen Sie mit z. B. mit dem Finanzamt (Corona-Paket hinsichtlich Vorauszahlung, etc.), der KSK oder Vermieter*in (Miete erlassen, verschieben, etc.) UND erstellen Sie eine Übersicht über Ihre Verträge mit Kündigungsterminen. Bei großen anstehenden Ausgaben ist es ratsam, vor Zahlungsziel das Gespräch mit den Rechnungssteller*innen zu suchen, denn Rechnungen zu ignorieren klappt nur kurzfristig…

Sollten meine persönlichen drei Wünsche an Sie in Erfüllung gehen, haben Sie schon einen großen Schritt aus der Schockstarre heraus getan – Glückwunsch!

Damit Sie in die Zukunft schauen können und auch Energie finden, um weitere Kundengewinnungs- oder -bindungsmaßnahmen zu planen, braucht es Geld. Geld um Verbindlichkeiten zu bezahlen und den Betrieb am Laufen zu halten. Dieses haben Sie vielleicht momentan nicht.

Hier gibt es Hilfsmöglichkeiten:

NBank: Lassen Sie sich dort kurzfristig (!) registrieren, denn so können die Planungen der NBank in der kommenden Woche aussehen:

  • ... für Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten: Ein Zuschussprogramm (nicht rückzahlungspflichtig) als Soforthilfe des Landes in Höhe von bis zu 20.000 Euro.
  • ... für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten: Ein Kreditprogramm (ohne Hausbank) als schnelle Liquiditätshilfe mit voraussichtlich langer Laufzeit und situationsgerechten Konditionen. Der Kreditbetrag kann bis zu 50.000 Euro betragen.

Mehr Details oder ähnliches erfahren Sie in direkt bei der NBank.

Was können Sie noch tun? Was unterstützt Sie, nicht nur finanziell? Ich halte Sie ebenfalls auch über meinen Newsletter informiert.

Alles Gute Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Kund*innen wünscht

Anke Tielker

Meinungen

Christiane Blenski schreibt am 23.03.2020

Naja, ein bisschen Schockstarre hatten wir alle, oder? Doch genau, darin sich nicht vergraben, sondern sich Klarheit verschaffen und auch seine Ziele nicht vergessen. Schön & hilfreich finde ich die Frage: "Wo möchte ich mit meinem Unternehmen NACH der Krise sein?" Das macht einem das Herz auf und den Kopf frei.

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