Nichts auf dem Silbertablett

Allerdings, 03.2003
Unternehmensberaterin Existenzgründerinnen Tipps in Sachen Zielplanung

Krawumm. Lautstark fällt das Silbertablett zu Boden und lässt rund 30 Frauen zusammenzucken. Doch von Verlegenheit bei der "Verursacherin" keine Spur: Mit einem charmanten Lächeln erklärt Anke Tielker das vermeintliche Missgeschick zur Methode. "Denn, meine Damen, auf dem Silbertablett wird Ihnen sowieso nichts serviert."

Äußerst anschaulich referierte Unternehmensberaterin Tielker beim Februar-Stammtisch der Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen zum Thema "Zielplanung". Dabei machte sie deutlich, dass jede Unternehmerin ihren Erfolg selbst in der Hand hat. Beim Verwirklichen der Geschäftsidee sollten aber auch das private Umfeld und die "leisen Bereiche" wie Gesundheit, Hobby, Spiritualität nicht vergessen werden. Tielkers Tipp: Ein Zielplanheft, in dem niedergeschrieben wird, was frau in verschiedenen Zeitabschnitten (vier Wochen bis 20 Jahre) erreicht haben will. Und zwar in allen Bereichen, die ihr Leben betreffen. Durch das Aufschreiben werde selbst all das im Unterbewusstsein präsent sein, was erst in ein paar Jahren "dran" sei, erklärte Tielker.

"Wer sich zum Beispiel das Ziel setzt, nächstes Jahr Parkett im Haus zu verlegen, wird bereits jetzt alle Infos zum Thema speichern und weiß dann, wenn's drauf ankommt, alles was nötig ist." Tielker ermutigte die Unternehmerinnen, alle Wünsche und Ziele gedanklich durchzuspielen und dann Meilensteine festzulegen. Wichtig dabei sei nur, sie positiv zu formulieren. Etwa: "Bitte bleiben Sie auf den Wegen" statt "Betreten des Rasens verboten".